Mittwoch, 12. Dezember 2018

Flügelchen Nr. 12 - Weihnachtswichtel

Habt ihr eigentlich schon mal gewichtelt? Besonders zu Weihnachten ist dies ein sehr beliebter Brauch, um jemandem etwas zu schenken.


Das Wichteln hat seinen Ursprung im Skandinavischen. Dort gibt es etwas, was sich "Julklapp" nennt. An einem bestimmten Tag in der Weihnachtszeit, klopft man an eine Tür und wirft dann beim Öffnen ein verpacktes Geschenk in den Raum. Im besten Fall schreibt man außerdem keinen Namen auf das kleine Päckchen, sondern einen Spruch. Anhand dessen können die Hausbewohner dann herausfinden, für wen das Geschenk bestimmt ist. Das deutsche Wichteln, welches man auf Wichtel bzw. Heinzelmännchen zurückführen kann, hat seine Wurzeln in diesem nordischen Brauch. In Amerika und England hat man einen "Secret Santa", in Österreich "Engerl und Bengerl".

Heutzutage wird überall auf der Welt gern gewichtelt, mit mehr oder weniger übersichtlichen Regeln. Sehr beliebt ist vor allem das Schrottwichteln. Hier werden Dinge verschenkt, die man selbst nicht mehr braucht oder noch nie gebraucht hat. Unnütz kann, muss es aber nicht sein. Spielt man dieses Wichteln nach dem Zufallsprinzip, kann es beim Auspacken sehr unterhaltsam werden. 


Ähnlich wie beim Zufallswichteln, weiß man beim Würfelwichteln nicht, wen man letztendlich beschenkt hat. Hier werden alle Geschenke in die Mitte gelegt und dann wird gewürfelt. Wer eine Zahl würfelt, die vorher als "Gewinnzahl" ausgemacht wurde, darf sich ein Geschenk aussuchen. Auch dieses Wichteln kann sehr erheiternd sein. 

Gewichtelt wird mittlerweile nicht nur zu Weihnachten. Auch Ostern oder Halloween werden immer beliebter. In den USA ist das Horrorwichteln zu Halloween nichts für schwache Nerven. Beim White-Elephant-Julkapp verschenken die Amerikaner gern Dinge, die der andere unter gar keinen Umständen haben hätte wollen.

Egal welches Wichteln betrieben wird, wichtig ist immer, die Regeln vorher klar zu benennen und vor allem einen Wert des Geschenkes festzulegen. Wichtig ist, dass der Beschenkte hinterher erst erfährt, wer in bewichtelt hat. 

Viele verbinden Wichteln mit ihrer Schulzeit, weil sie dort meist zum ersten Mal damit konfrontiert werden. Ob es eine schöne Erfahrung wird, hängt vor allem auch mit dem Alter der Wichtelchen zusammen. Vielleicht ist das Wichteln gerade deshalb mehr bei Erwachsenen beliebt. Unter Kollegen, Freunden oder vollkommen Fremden lässt es sich ganz wunderbar heimlich beschenken.

Und? Wann habt ihr das letzte Mal gewichtelt?

 

Kommentare:

  1. Ich habe seit einer gefühlten Ewigkeit bei keinem Wichteln mehr mitgemacht. Einfach, weil es niemand mehr wünscht. Oder ich kenne die falschen Menschen. 🤣👆

    Imn Übrigen hast du diesen Text wahnsinnig schön geschrieben.. 🌺

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    1. Hallo liebe Phéa,

      ich bin ja quasi die Oberwichteltante bei Lovelybooks. Mittlerweile gibt es dort vier verschiedene Wichtelaktionen das ganze Jahr über.

      Danke für das Kompliment!

      Ganz liebe Grüße
      Karin

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  2. Ich bin gerade dabei ♥ und ich möchte darauf auch nicht mehr verzichten. Es ist eine so schöne Tradition geworden, gerade zu Weihnachten. Meine Große macht in der Schule unter ihren Freundinnen auch bei einem kleinen Wichteln mit, bei dem sie sich gegenseitig etwas für maximal 5€ schenken.

    Ein wunderschöner Artikel liebe Karin :)

    Fühl dich gedrückt!
    Sandra

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    1. Hallo liebe Sandra,

      vielen lieben Dank! Weihnachten ohne Wichteln geht wirklich irgendwie gar nicht mehr. Bei uns gehört es auch seit Jahren als Tradition dazu. Bin gespannt, wie deine Tochter das Wichteln in der Schule findet.

      Ganz liebe Grüße
      Karin

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