Mittwoch, 31. August 2016

Birk - Jaap Robben


Die Zeit heilt alle Wunden, so sagt man. Doch nicht sie ist es, die unsere Wunden heilen kann, wenn wir einen schweren Verlust erleiden. Nur wir allein können das. Doch dazu müssen wir verschiedene Phasen der Trauer bewältigen. Tun wir dies nicht und halten an unserer Trauer, an unserem Verlust fest, so werden unsere Wunden nicht heilen. Wir werden nie wieder richtig leben...

Mikael ist neun Jahre alt und lebt mit seinen Eltern und einem Nachbarn auf einer Insel. Als er mit seinem Vater zum Schwimmen ans Meer geht, kehrt er allein zurück. Sein Vater ist weggeschwommen, erzählt er seiner Mutter. Die glaubt ihm nicht und will ihn zur Rede zu stellen, will erfahren, was passiert ist. Doch Mikael kann nicht reden. Nur langsam offenbart er die schreckliche Wahrheit. Seine Mutter jedoch will diese Wahrheit nicht sehen...


Donnerstag, 25. August 2016

Vom Mann, der auszog, um den Frühling zu suchen - Clara Maria Bagus


Manchmal ist es wichtig, sich gleich zu entscheiden, auch wenn man damit gegen seine Prinzipien verstößt. Dann sollte man leben, einfach so. Lebenszeit ist unser wichtigstes Gut. Sinnvolle Lebenszeit erst recht. Genauso verhält es sich mit dem nachfolgenden Buch. Ich handelte ganz anders als sonst, vollkommen spontan, vollkommen lebendig und ich bog ab, von meinem Plan, einem Buch ausreichend Zeit zu geben. Dieses Mal hat es nur einen Tag gedauert. An einem Tag gekauft, gelesen und gleich rezensiert. Ihr wollt wissen, warum? Ganz einfach, dieses Buch braucht eure Zeit, es braucht Menschen, die es lesen!

Dienstag, 23. August 2016

Alles begann mit kostenfreiem Eiswasser...


und zählt heute zu einem der größten Touristenmagneten in South Dakota. Vielleicht der perfekte "Road Trip Stop"!




Samstag, 13. August 2016

Herr Müller, die verrückte Katze und Gott - Ewald Arenz


Im Himmel, der sich zur Zeit in Hamburg befindet, ist die Hölle los! Die doppelte Buchführung im Reich Gottes stimmt nicht! Es fehlt eine Seele! Was tun? Vielleicht einen Frappucino bei Starbucks trinken, ohne zu wissen, dass sich in jeder dieser Filialen eine Tür zur Unterwelt versteckt? Die Erzengel sind ratlos und Gott, was macht Gott? Er schläft den Schlaf der Gerechten. Darauf dann doch lieber einen Gin Tonic!

Kurt Müller stirbt und kommt nicht im Himmel an, auch nicht in der Hölle. Seine Seele ist verschwunden. Und das Chaos nimmt seinen Lauf. An einem Freitag. Erzengel Jehudi ist genervt. Muss denn immer alles an einem Freitag passieren, wenn er gerade Dienst hat? Und warum hat er ausgerechnet Unterstützung von einem Mönch, der nicht richtig lesen und schreiben kann, der zudem die doppelte Buchführung nicht versteht. Zu allem Überfluss tauchen auch noch zwei Gestalten im Himmel auf, die den ganzen Betrieb erst einmal lahm legen. Und Kurts Seele? Die ist derweil unterwegs, um in einen Kater zu fahren, den es eigentlich nicht geben darf. Jehudi braucht unbedingt Unterstützung. Also macht er sich auf den Weg nach Antarktika, um einen gefallenen Engel um Hilfe zu bitten...

Freitag, 5. August 2016

Vom Anfang an...


Ich weiß wirklich gar nicht, wie ich am besten anfangen soll. Mein kleines Abenteuer, für das ich mit meiner Planung bereits im Januar begonnen hatte, ist nun bereits seit 10 Tagen Geschichte. Tage, die ich wieder in Deutschland weile und in der ich mich einige Male gefragt habe, warum mir ein wichtiger Teil fehlt. Ein Teil, den ich in den USA gelassen habe, einen Teil, der durch die Herzlichkeit der Menschen, die mich umgeben haben, aber auch durch die zum Teil endlose Weite des Landes geprägt war und ist. Was soll ich sagen? Ich bin nach drei Wochen unversehrt gelandet und habe dennoch meine Wehwechen. Ist es Fernweh? Ist es die Sehnsucht nach dem Loslassen können? Dem Frei sein, dem sich einfach fallen lassen, ohne sich um existenzielle Dinge Sorgen zu machen?

Wahrscheinlich und vielleicht auch mehr! Dennoch muss ich irgendwo beginnen. Ich brauche diese "Verarbeitung", um wieder hier im Nestchen ich sein zu können. Für euch heißt das, dass es in den kommenden Wochen ca. 9 weitere Beiträge zu meiner Reise geben wird. Doch lasst mich zunächst starten, wo alles begonnen hat. Vor 20 Jahren... 

Mittwoch, 3. August 2016

Turquoise - Sabine Tetzner


Wenn man immer wieder gesagt bekommt, dass man zu nichts nütze ist. Wenn man geschlagen wird, weil man ein Bastardkind ist. Wenn man von anderen gemobbt wird, von einigen gequält und von anderen ignoriert. Dann ist es nicht verwunderlich, dass man sich selbst nicht besonders wertschätzen kann, dass man denkt, die anderen haben Recht. Ich bin ein schlechter Mensch!

Miriam erduldet jeden Tag Qualen in ihrer Familie und in ihrem Umfeld. Stets läuft sie mit gesenktem Blick an den Menschen vorbei. Nichts soll andere verärgern oder ihnen einen Grund liefern, sie zu beleidigen, zu bespucken oder zu schlagen. Und dennoch ist es ihr tägliches Brot, diese Qualen zu ertragen. John ist ein Widerling. Er hält nichts von Miriam. Sie ist ein Bastardkind und kann sich glücklich schätzen, dass er sie zur Frau nimmt. Doch Miriam weiß, all ihre Qualen, die sie bis jetzt ertragen musste, sind nichts im Vergleich zu denen, die sie bei John erwarten. Dennoch bleibt ihr keine Wahl, sie muss mit ihm in den Westen ziehen...



"Turquoise" ist ein Historischer Roman, der um 1870 in Arizona spielt. Es ist ein Roman, der auf eine sehr grausame Weise zeigt, dass Frauen in diesem Jahrhundert in den USA eine sehr untergeordnete Stellung hatten. Harte Arbeit, Kindererziehung und sehr oft auch Demütigungen und Gewalt bestimmten ihren Alltag. Sabine Tetzner nimmt in ihrem ersten veröffentlichten Roman, der bereits 2013 erschien, kein Blatt vor den Mund und schreibt in einfacher aber sehr spannender Weise über das Leben einer Frau, die bereits vor ihrer eigenen Geburt gezeichnet war. Miriam erscheint zunächst als eine geschundene, unselbstbewusste, ängstliche und leicht zu beeinflussende junge Frau. Doch im Laufe des Plots wird nicht nur dem Leser bewusst, dass in ihr viel mehr zu finden ist. Immer mehr entdeckt sie ihre innere Stärke, macht sie sich zu nutzen und lässt sich immer weniger unterwerfen. Auch wenn die Navajo nur einen kleinen Teil der Geschichte ausmachen, so hat die Autorin diese Menschen, die in ihr Land zurückkehren, wunderbar mit eingewoben. Sabine Tetzner spielt mit Wirklichkeit und Traum, während sich ihre Protagonistin immer weiter entwickelt. Immer wieder wird der christliche Glauben und seine Umsetzung zu der Zeit der Siedler in Frage gestellt. 

Auch wenn es durchaus nachvollziehbar ist, warum einige Szenen nicht weiter näher beschrieben sind, so wäre es sicher auch spannend gewesen, die ein oder andere Szene weiter auszubauen. Mit seinen 149 Seiten ist der Roman somit kurzweilig und vor allem in einem Rutsch zu lesen. Was selbstverständlich auch an dem gut durchdachten Plot und seinen Spannungsbögen liegt. Das Ende dürfte für einen großen Teil der Leserschaft nicht vorhersehbar sein. Im Grunde ist es ein Ende, welches zwar überrascht oder weniger wünschenswert erscheint, dem Roman aber einen großen Teil an Ehrlichkeit und Echtheit schenkt. Romantische Wild-West-Erzählungen gibt es zu Hauf, doch Sabine Tetzners Roman "Turquoise" schafft es, ein Stück Wirklichkeit in die heutige Zeit zu transportieren, die den Leser vor allem zum Nachdenken anregt. 

Sabine Tetzner entdeckte wie viele andere Autoren ihre Leidenschaft für das Schreiben schon sehr früh, doch es brauchte ein paar Veröffentlichungen in Anthologien um sich ihrem Herzprojekt, einem eigenen Buch zu widmen. Auch wenn sie mit "Turquoise" eher auf historisches setzt, so gilt ihre Leidenschaft der Fantasy. Mittlerweile hat sie in diesem Genre weitere Veröffentlichungen vorzugsweise als eBook vorzuweisen. Sabine liebt nach eigenen Aussagen gutes Essen, den Herbst und den Geruch von Lindenblüten. Dass sie Lavendel so gar nicht mag, kann im Nestchen niemand so recht verstehen, aber mit dem Schneematsch, dem Karottensaft und dem Putzen gehen wir dann wieder konform. 

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Turquoise - Sabine Tetzner - Turmhut-Verlag
Historischer Roman - Broschierte Ausgabe
ISBN 978-3-936-08495-5 - Preis: 11,90 €