Dienstag, 29. April 2014

"Wenn ein Buch die Kraft besitzt, daß ich mich in seiner Gesellschaft vergessen kann, dann werde ich zum Leser."

Motto der Woche
Zitat von Jakob Wassermann

Warum lest ihr und vor allem seit wann? Sicher gab es schon Bücher, die euch nicht in ihre Welt ziehen konnten. Aber die, die euch fasziniert haben, in dessen Gegenwart des Lesens ihr alles um euch vergessen habt, die Bücher bleiben im Gedächtnis. Vielleicht seid ihr genau wegen solch einem Buch zum Leser geworden. Ihr wolltet mehr. So ging es mir. Ich war als Kind fasziniert von Karl May und Erich Kästner und bin so immer mehr mit anderen Büchern und Autoren in Berührung gekommen. Aber an diese zwei Autoren erinnere ich mich genau und ihre Bücher hatten damals die Kraft, mich in eine andere Welt zu ziehen. Ich saß stundenlang in meinem Zimmer und habe Stunden verlesen. Meine Eltern wollten immer, dass ich mehr aus meinen vier Wänden hinausgehe. Das habe ich auch gemacht, aber nicht ohne Buch. Ich kenne einige liebe Menschen, die nie lesen. Und trotzdem denke ich, dass es ein Buch gibt, dass auch diese Menschen zum Lesen bringen würde, wenn sie diesen nur einmal ein paar Seiten abgewinnen könnten. Denn nichts ist schöner als die Welt um sich Welt sein zu lassen und abzutauchen in Welten, die sich jemand erdacht hat und die so interessant, fantasievoll oder spannend sind, dass man zum Leser wird.

Jakob Wassermann war ein deutsch-jüdischer Schriftsteller des späten 19. und des frühen 20. Jahrhunderts. Er fühlte sich schon sehr früh zum Schreiben berufen und veröffentlichte nach abgebrochener Lehre zum Kaufmann, einjährigem Militärdienst und kurzer Tätigkeit bei einer Versicherung mit 23 seinen ersten Roman. In seiner Zeit war er einer der Autoren, die am Meisten gelesen wurden und so war es für ihn nicht nur finanziell ein Desaster, dass 1933 alle seine Werke verboten wurden. Für ihn war der finanzielle Schaden enorm, schlimmer aber war die Erkenntnis, dass er mit seinen Büchern nicht mehr beitragen konnte, dass es eine Welt voller Frieden ohne Spannungen und Menschenverachtung geben könnte. Er starb ca. ein halbes Jahr später im Alter von 60 Jahren.

Ich wünsch euch eine wundervolle neue Woche mit Büchern, die euch faszinieren und euch beim Lesen bleiben lassen!!!


Dienstag, 22. April 2014

"Das Glück ist wie ein Schmetterling: Wenn wir es jagen, vermögen wir es nicht zu fangen, aber wenn wir ganz ruhig innehalten, dann lässt es sich auf uns nieder."


(c) Iaw Alan

Motto der Woche
Zitat von Nathaniel Hawthorne

Was ist Glück und warum scheinen die einen glücklicher als die anderen? Glück ist etwas, dass man nicht eindeutig benennen kann, weil es für jeden etwas anderes bedeutet. Ist der eine vielleicht glücklich, wenn er allein ein paar Stunden im Liegestuhl lümmeln und lesen kann, so ist es ein anderer, wenn er sich auf einem Marktplatz das bunte Treiben anschauen darf, weil er weiß, dass er bald wieder in seinem Büro der Arbeit nachgehen muss. Familie ist Glück, Freunde sind Glück, Zufriedenheit mach glücklich. Nathaniel Hawthorne hat mit seiner Aussage aber recht, Glück lässt sich nicht jagen. Es kommt zu uns und das meist auch in Formen und zu Zeiten, die wir so nicht erwartet hätten. Also Kopf hoch, wenn es mal nicht so läuft, wie es laufen sollte, wenn man wieder einmal das Gefühl hat, vom Glück verlassen worden zu sein. Schneller als man denkt kann es um die Ecke biegen und Hallo sagen.

Nathaniel Hawthorne war ein amerikanischer Schriftsteller des 19. Jahrhunderts. Besonders mit seinen Kurzgeschichten wurde er bekannt. Vielen dürften aber auch seine Romane bekannt sein. Besonders "Der scharlachrote Buchstabe" gehört zu mindestens an den amerikanischen Colleges zum Unterrichtsstoff. 

Um noch einmal auf das Glück zurück zu kommen. Morgen ist Welttag des Buches und wie einige wissen, nimmt das Buchgefieder auch in diesem Jahr wieder an der Bloggeraktion "Blogger schenken Lesefreude" teil. Es wird drei Bücher zu gewinnen geben und einen Gutschein. Also versucht doch euer Glück, vielleicht darf ich euch dann bald etwas nach Hause schicken. 

Ich wünsche euch eine wundervolle, glückliche und buchige neue Woche!!!


Samstag, 19. April 2014

Ostergewinnspiel der Ironbuchblogger

Lust auf Eiersuche im Nestchen? 
Na dann mal hergeflattert und los gehts mit dem Eier suchen. Bitte bis zum Ende lesen, denn dort gibt es bereits das erste von drei Wörtern auf meinem Blog zu erraten.

Was müsst ihr tun?

Auf den unten aufgeführten teilnehmenden Blogs könnt ihr ab Ostersonntag Buchstaben oder Worte als Ostereier versteckt. Vielleicht gibt es auch den ein oder anderen Hinweis aus dem jeweiligen Blog, damit es nicht so schwer ist. Solltet ihr auf einem Blog nur Buchstaben finden, müsst ihr diese noch zu einem oder bis zu drei Worten zusammensetzen. Diese Worte braucht ihr dann für den Lückentext. Die Lösung des Ostergewinnspiels ist der noch unten stehende Lückentext in ausgefüllter Variante. Um diesen Ausfüllen zu können, müsst ihr nicht nur die passenden Worte bilden, sondern auch mitteilen, auf welchem Blog ihr welches Wort gefunden habt. Der Lückentext muss zur Gewinnteilnahme nicht vollständig ausgefüllt sein, es gewinnt, wer die meisten Worte gefunden hat und die dazu gehörenden Blogs nennen kann.

Was gibt es zu gewinnen?

Folgende Dinge wurden gesponsert von:

50 Euro Gutschein gestiftet von Martina Berg für ihr Antiquariat - www. martinaberg.com
Lesebändchen o. Büchertasche nach Wahl gestiftet von mir von hummingbooks.de
20 Euro Gutschein Thalia gestiftet von benschreibt

Wo finde ich die Lösungswörter für den Lückentext?

Folgende Blogs nehmen an der Aktion teil und sollten zwecks Lösung besucht werden:

und selbstverständlich das Buchgefieder!

Damit ihr nun endlich loslegen könnt, hier das Rätsel:

-----  ------
Als sie warfen ----  --  ------,
Als sie ihn ans -----  ----------,
Ist der Herr nach ------  -----
------------.

------ dorren. ----- feuchten.
Wie auch hart der ------ wüte:
Einst wird wieder ----´  ---  -----
Leuchten.

Ganz Europa brach in Trümmer,
Und an Deutschland frißt der Geier, –
Doch der Frigga --------  --------
----  ---- immer.

-----,  -----,  ---- und Lieder:
Mit der ---- mag's --------.
Auf dem nächsten ------  -----
Wir uns wieder.

Teilnahmebedingungen

Teilnehmen kann jeder, der mindestens 16 Jahre alt ist. Die Lösung muss bis spätestens den 27. April 2014 um 23:59 Uhr an benjaminblumiserlohn@gmail.com mit dem Betreff "Lösung, Iron Buchblogger Osteraktion" und vor allem mit einer gültigen Postanschrift des Teilnehmers gesendet werden. Lösungsmails ohne Angabe einer Adresse werden nicht gewertet. Die an Benjamin gesandten Adressen werden nur zum Zweck eines Gewinnes benötigt und nach der Bekanntgabe der Gewinner wieder gelöscht. 
Die Gewinner werden per Mail benachrichtigt. Von der Teilnahme sind Jurymitglieder, Organisatoren und natürlich die unten stehenden Blogs ausgeschlossen.

Wie beteiligt sich das Buchgefieder?
 
Auf meinem Blog müsst ihr drei Wörter finden. Eins findet ihr bereits in diesem Beitrag. Ich habe fünf Buchstaben "versteckt", die zusammen ein Wort ergeben. Kleiner Hinweis! Das Wort ist etwas, an das mein Lieblingstier gern heranschwirrt. Ein weiteres Wort findet ihr versteckt in der Seitenleiste des Buchgefieders, dort ist es zusammengesetzt eine Präposition und für das dritte schaut ihr einfach mal bei dem beliebtesten Post nach, dort fehlt nur der letzte Buchstabe eines Wortes, was ihr schon erraten hattet.

So und nun viel Spaß bei der Ostereier- und Wörterjagd!!!


Montag, 14. April 2014

"Die Liebe ist unser wahres Schicksal. Wir finden den Sinn des Lebens nicht allein. Wir finden ihn miteinander."

(c) Wasan Credpree
Motto der Woche 
Zitat von Thomas Merton

Dieses Zitat habe ich das erste Mal in der Serie "Criminal Minds" gehört und sofort notiert. Da der heutige Montag zu mindestens im Nestchen sehr verregnet ist, denke ich, das ein bisschen Liebe diesem Start in die neue Woche ganz gut tut. 

Was bedeutet Liebe für mich? Es ist nicht nur die Liebe, die ich für meinen Partner empfinde, die ich gern spüre und die mir den Sinn des Lebens von ganz allein erklärt. Es sind vor allem diese liebevollen kleinen Momente im Leben, diese spontanen Gesten von Anderen oder für Andere, die diesen Sinn des Lebens erklären. Und das meist ganz ohne Worte, nur mit einem Lächeln oder mit leuchtenden Augen. Nach solchen Momenten möchte man dieses wohlige warme Gefühl gern für immer festhalten. Doch das geht leider nicht immer. In Zeiten, in denen wir glauben, uns fehlt die Liebe, fragen wir auch nach dem Sinn des Lebens. Diese beiden Dinge sind miteinander verbunden. Es gibt sicherlich noch einige Antworten mehr, wenn man nach dem Sinn des Lebens fragt und trotzdem bin ich der Meinung, allen zu Grunde liegt die Liebe. Die Liebe zur Familie, zu Freunden, zum Beruf, zum Hobby oder vielleicht zum Einsamsein. Gerade letzteres ist zu mindestens für mich nicht denkbar, denn es ist doch schön, wenn man das Gefühl hat, gebraucht zu werden und sich im selben Moment an jemanden anlehnen kann.

Ich wünsche euch eine wundervolle neue Woche mit der Liebe, die für euch den Sinn des Lebens erklärt und mit Menschen, die dies mit euch teilen!!!

Das Wochenmotto stammt von Thomas Merton. Der römisch-katholische französische Trappistenmönch war zerrissen von seinem Dasein als Mönch und seiner Leidenschaft des Schreibens. Mit ca. 40 Jahren zog er deshalb das zeitweise Leben eines Eremiten der Gemeinschaft vor. In seiner Klause widmete er sich sehr der Schriftstellerei, empfing aber auch Besuche und behielt den Kontakt zur Außenwelt durch Briefkontakt. Thomas Merton starb 1968 im Alter von nur 53 Jahren.


Montag, 7. April 2014

"Das Leben besteht aus vielen kleinen Münzen, und wer sie aufzuheben versteht, hat ein Vermögen."

(c) Marjorie Bull
Motto der Woche
Zitat von Jean Anouilh

Wie ihr euch denken könnt, geht es hier natürlich nicht um Münzen im Sinne für Zahlungsmittel. Jedenfalls nicht in meiner Definition dieses Zitates. Als ich es das erste Mal gelesen habe, dachte ich gleich wieder an Leipzig bzw. an all die vielen kleinen Treffen mit lieben Menschen, egal ob schon lange bekannt oder gerade erst neu kennen gelernt. Genau das sind die Münzen, die mein vermögendes Leben ausmachen. Ihr, die ihr da seid, wenn es mir mal nicht so gut geht. Auch wenn dies nur durch Worte möglich ist und nicht mit Umarmungen, weil die Entfernung zu euch einfach so groß ist. Ihr versteht mich, wenn ich von SUB und Rezi rede, wenn ich von einem Protagonisten spreche und mich meine Familie anschaut, als würde ich von einem anderen Planeten kommen. Ihr riecht mit mir an Büchern und freut euch, dass ein gewisses schwedisches Möbelhaus so günstig Bücherregale in allen möglichen Größen anbietet. Dieses Leben ist mittlerweile ein Teil meines Lebens und ich bin froh, dass ich nach wie vor immer wieder die Chance bekomme, neue Münzen aufzuheben. Natürlich gab es auch schon andere Münzen, die auf meinem Lebensweg lagen und die ich aufgehoben habe, denn sonst wäre ich nicht der Mensch, der ich heute bin. Es gab aber sicher auch Münzen, die etwas versteckt lagen und die ich übersehen habe. Aber diesen brauche ich nicht nachweinen, denn vor mir glitzert es noch im Sonnenschein.

Ich wünsche euch eine wundervolle neue Woche, in der ihr Münzen findet, die euch direkt anblinken oder auch die, die etwas im Verborgenen liegen!!!

Mein Zitat der Woche stammt von Jean Anoulih, einem französischem Autor des 20. Jahrhunderts. Obwohl er mit seinen Stücken jahrzehntelang die französischen Bühnen beherrschte, gelangt er in den letzten Jahrzehnten immer mehr in Vergessenheit. In Deutschland war er in den 1960er und 1970er Jahren ebenfalls mit vielen Stücken vertreten und doch verschwinden diese mehr und mehr sogar aus der universitären Literaturwissenschaft.