Montag, 13. Juni 2016

Kreatives Beton-Windlicht


Ich habe die perfekte Leseflaute! Kein Elan in ein Buch zu schauen. Oh man, ich würde gern und schaff es nicht. Also hilft nur, sich mit etwas ganz anderem zu beschäftigen. Zum Glück hat mich meine Kreativität nicht verlassen und außerdem brauchte ich ein Geschenk. 

Die Idee stand von vornherein fest. Ich möchte ein Windlicht aus Beton machen. Also habe ich den Vogelmann beauftragt, mir eine Mischung zu machen. Der erste Versuch ging sowas von schief und dabei ist der Mann vom Fach. Keine Ahnung ob ich zur Superwoman mutiert bin, aber ich konnte die Windlichter jedenfalls mit meinen Fingern zerbrechen. Der zweite Versuch war dann gleich so hart, dass die Glaswindlichter Marke Ikea das Zeitliche segneten, weil sie nicht mehr herausgingen. Was macht Frau da? 

Richtig! Sie stürmt den Bastelladen, in dem sie schon mit Vornamen angesprochen wird, weil sie quasi beinah das ganze Sortiment zu hause hat. Aber nur beinah, denn Kreativbeton fehlte mir eindeutig noch in meiner Sammlung. Und da ich schon mal da war, habe ich auch alle weiteren Dinge gleich mitgenommen. Sicher ist sicher! 


Die Schachteln gibt es in unterschiedlichen Größen und Formen. Ich habe mich für runde Schachteln mit einem Durchmesser von 12,5 cm und einer Höhe von 4 cm entschieden. Dazu noch solch ein Kunstoff-Relief-dingens-Band, keine Ahnung wie das richtig heißt, sah schön aus. Eine Elster braucht halt auch was zum Funkeln. Müsst ihr nicht verwenden, sieht aber schick aus im Ergebnis. Die Farbe hab ich auch noch mitgenommen. Zu hause hatte ich noch doppelseitiges Klebeband, eine Form um die Betonmasse anzurühren, Klebeband, Speiseöl und die kleinen Windlichtgläser vom Schwedischen Möbelhaus.


Zu allererst müsst ihr die Schachtel(n) vorbereiten. Sie müssen innen komplett mit Klebeband ausgeklebt sein. Den Deckel der Schachtel(n) steckt ihr einfach zur Stabilisierung unten dran. Nun das hübsche Dingensband (das Wort gefällt mir immer mehr) mit doppelseitigen Klebeband am Rand in einer euch beliebten Höhe ankleben. Geht auch ohne, wie schon erwähnt. Ähnlich verfahrt ihr mit dem unteren Rand der Gläser, also ach da mit normalem Klebeband bekleben. Dann kommt das Speiseöl zum Einsatz. Bitte alles aus- und anstreichen damit (glatte Klebebandseiten), aber Vorsicht nicht zu viel, sonst ist das doppelseitige Klebeband hin und das Dingensband rutscht runter. Nun rührt ihr die Masse an. Steht sehr gut beschrieben auf dem Eimerchen. Ich habe für eine Schachtel ca. 600g gebraucht, die 90ml Wasser erfordern. Alles gut vermischen und ab in die Form damit. Nicht bis oben hin auffüllen, das Glas verdrängt noch einiges. Vorsichtig das Glas in die gewünschte Position drücken. Eventuell mit etwas beschweren. Das muss jetzt mindestens zwei Stunden (lieber drei) so stehen bleiben. Dann ist es fest genug, dass es aus der Form kann. Wenn es denn will...


...wollte bei mir leider nicht so leicht. Egal. Die Schachteln haben das Zeitliche gesegnet und siehe da, schon hatte ich schicke Betonwindlichthalter. Ein bisschen Feinarbeit, schleifen hier und da und noch etwa Farbe und wieder stehen lassen. Nach 24 Stunden ist der Beton voll belastbar. Die Windlichter sind mit oder ohne Glas verwendbar, je nach Bedarf. Denkbar wäre auch, dass man die Gläser mit Wasser und Blumen befüllt. Fertig ist die einzigartige Tischdekoration. 

Und was sagt ihr? Kreativität schlägt Leseflaute...na schauen wir mal!

Kommentare:

  1. Echt toll geworden!
    Lieben Gruß Kati

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo liebe Kati,

      vielen lieben Dank! Ich bin ja immer so perfektionistisch veranlagt, aber die Betonwindlichter gefallen mir auch! ;)

      Ganz liebe Grüße
      Karin

      Löschen

Ich freu mich über euer Gezwitscher!