Montag, 23. Mai 2016

"Geduld: das ist die Tugend, die den Teufel tanzen lässt, bis der Takt wieder stimmt."


Motto der Woche


Aphorismus von Walter Fürst - Billy

Wenn ich eine Tugend besitze, die wirklich am allerwenigsten ausgeprägt ist, dann ist es die Geduld. Seit einigen wenigen Wochen tanzt so ein kleines, breitgrinsendes Teufelchen durch meinen Kopf und bringt mich dabei vollkommen aus dem Takt. Beinah täglich rede ich darüber, was langsam aber sicher, diverse Seufzattacken und Augenrollakrobatik meiner lieben Mitmenschen auslöst. Ich kann aber nicht anders. Ich tanze sonst noch Polka, wo gerade ein Wiener Walzer von Nöten wäre. Dieses kleine Teufelchen in meinem Kopf haut momentan wirklich alles durcheinander. 

Dies betrifft leider auch das Lesen. Klar, ich lese auch weiterhin, aber weniger und gezielt wirklich nur das, was mich aufmuntert. Darum herrscht hier wohl eine kleine Stille im Nestchen, so ganz ohne Vogelgezwitscher. Ist auch doof, ich weiß, aber es gibt Tage, da will dieses Teufelchen nicht so leise tanzen, wie ich es gern hätte. Geduld hatte ich noch nie wirklich, aber jetzt wünsche ich sie mir doch sehr. Ich fragt euch sicher, warum ich denn so ungeduldig bin...Die Zeit bummelt! So, ich warte auf einen bestimmten Tag und der scheint rein optisch nicht näher rücken zu wollen. Klar rechnerisch habe ich mich bereits sehr weit an den Tag herangekämpft, aber gefühlsmäßig habe ich den Eindruck, der Tag liegt in ewig weiter Ferne. Ich mag es nicht, wenn ich ungeduldig bin.


Hat jemand einen Tipp für mich? Was stellt ihr an, wenn die Ungeduld sich vor die Geduld stellt? Wie bekommt ihr den Kopf frei? Ich möchte so gern wieder im Takt laufen, von mir aus schneller als sonst, aber doch gleichmäßig. Ein komisches Motto, ich weiß, aber es ist meine derzeitige Lage und so doch sehr passend. Und das Foto? Ja, das hat in gewisser Weise auch mit Geduld zu tun. Mein wundervoller Zierlauch hat eine mordsmäßige Geduld beim Aufgehen der Blüten. Anderswo sieht man bereits die perfekten Kugeln und hier, tja, da lässt man sich Zeit. Ob der Zierlauch mir etwas Geduld zurückgeben kann? Ich werde ihn mal darum bitten...

Ich wünsche euch eine wundervolle neue Woche mit ganz viel Geduld, oder wenigstens mit mehr, als ich sie derzeit habe.


Kommentare:

  1. Ich kenne einen psychlogischen Trick, der hilft, wenn man über ein Thema immer viel grübelt. Vielleicht hilft er auch bei Ungeduld:
    Mal soll sich eine feste Zeit am Tag setzen, wo man genüßlich nur über dieses Thema nachdenkt. Also sagen wir, ich befehle mir, die nächsten Tage muss ich mich von 18 bis 19 Uhr Abends diesem Thema widmen. Wenn es bei Dir ein schönes Datum ist, könntest Du dich einfach in dieser Zeit intensiv darauf freuen und es Dir ausmalen. Vielleicht reicht auch ein halbe Stunde.

    Das hat zwei Effekte. Einerseits kann man sich zu allen anderen Tageszeiten sagen: "Heute Abend habe ich Zeit dafür" und wird nicht so schnell abgelenkt. Andererseits reichen meist ein oder zwei solche Sessions, dann hat man die Sorge oder Freude oder was auch immer so ausgelebt, dass es erstmal wieder gut ist damit.

    Es klingt vielleicht etwas kompliziert aber das fiel mir dazu ein. ^^°

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    1. Hallo liebe Andrea,

      das klingt gar nicht kompliziert, im Gegenteil, eigentlich total logisch. Man plant sich eine feste Zeit ein und kann sich mit seiner Vorfreude beschäftigen. Klingt super und ich frage mich, warum ich da nicht schon eher drauf gekommen bin. Ich werde mir einfach ca. 1 Stunde am Tag gönnen und nicht nur meiner Vorfreude frönen sondern auch noch Dinge dazu erledigen. Ich will das hier noch nicht so groß raushauen, worum es geht. Ich hab einfach Angst, dass es dann nicht eintritt. ;)

      Ganz liebe Grüße
      Karin

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    2. Prima, wenn es super offensichtlich erscheint, dann ist das immer ein gutes Zeichen, dass es gerade ein guter Tipp für einen war.
      Dann drücke ich Dir mal virtuell die Daumen für das geheimnisvolle Ereignis. o(^.^)o

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Ich freu mich über euer Gezwitscher!