Montag, 7. Dezember 2015

"Die Kunst ist nicht, alles auf einmal zu schaffen; Die Kunst ist, zu akzeptieren, dass das nicht geht!"


Motto der Woche


Aphorismus von Ivo Pala

Lange habe ich kein Motto mehr beschrieben. Warum, weiß ich selbst nicht ganz so genau. Vielleicht auch weil es schwer ist, immer das Richtige zu finden. Die Stimmung muss passen. Aber irgendwie tat sie dies in den letzten drei Wochen nicht. Bevor ich euch mit sinnlosem Gefasel zutexte, das mir selbst nicht gefällt, lass ich es lieber.

Und dann kam Ivo. Ein sehr aktiver Autor via Facebook und selbstverständlich auch der gedruckten Worte. Seine Gedanken zur Zeit schaffen es meist, mir direkt aus meiner Situation heraus zu sprechen. So auch dieses Mal. 

Wir wollen am Liebsten immer alles und das am Besten sofort. Enttäuscht sind wir dann, wenn wir merken, es geht einfach nicht. Irgendwo müssen wir Abstriche machen. Etwas unseres Enthusiasmusses bleibt auf der Strecke. Wir zweifeln gar an uns selbst, sind uns selbst nicht mehr gut genug. So kommen wir nicht vorwärts, stehen uns selbst im Weg. Ich habe in meinem Leben eine Menge gelernt und lerne nach wie vor jeden Tag etwas Neues dazu. Sei es auch nur eine Seite an mir entdecke, die ich noch nicht kannte. Energien, die ich hervorhole, bei denen ich dachte, dass da keine mehr sind. 

Urheber: cukmen / 123RF Lizenzfreie Bilder
Ich habe akzeptiert, dass ich nicht alles auf einmal bewältigen kann. In keiner Lebenssituation. Nicht im Job und nicht im familiären Umfeld. Ich würde gern jedem und allem gleichermaßen gerecht werden. Aber das ist unmöglich. Es ist im Übrigen auch nicht schlimm, dass dies so ist. Ich dachte das einfach immer nur. Vielmehr merke ich, dass es anderen ähnlich geht, dass sie ebenfalls hadern, wenn nicht alles auf einmal zu schaffen ist. Wir machen uns verrückt, wenn wir denken, dass wir alles müssen und nicht einmal sagen, ich darf das jetzt einfach liegen lassen. Das hat Zeit. Eines nach dem Anderen. Wo bleibt unsere Zeit? Wo bleibt das Zuhören in uns selbst hinein?

Gerade zur Weihnachtszeit, die doch eigentlich besinnlich sein soll, spüre ich diese Hektik, dieses ich muss dies und jenes noch schaffen. Warum? Der Berg an Bügelwäsche kann auch in kleinen Schritten abgebaut werden. Die Geschenke kann man nach und nach und vor allem aber "ausgesucht" besorgen. Es ist nicht wichtig, dass beim Mittagessen alles punktgenau fertig ist. Nein. Viel wichtiger ist doch die Zeit, die wir mit unseren Lieben verbringen und zwar mir allen. Große Geschenke sind vielleicht für den Moment etwas tolles, aber an die gemeinsame Zeit, die schönen Stunden in denen wir gemeinsam lachten, an die erinnern wir uns doch viel länger. Akzeptiert, dass nicht immer alles laufen wird, wie ihr es gern hättet. Nutzt eure Zeit sinnvoll und denkt an Dinge, die euch glücklich machen. Ihr müsst nicht jedem gefallen und auch nicht alles können. Macht das, was ihr macht mit Liebe und ausreichend Energie und ihr werdet sehen, plötzlich geht doch viel mehr, als ihr vorher geahnt hättet.

Ich wünsche euch eine wunderbare zweite Dezemberwoche!


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