Montag, 2. März 2015

"Fremde, sind nur Familienmitglieder, die man noch kennen lernen muss."

(c) Anna Yakimova



Zitat aus "Die fünf Menschen, die dir im Himmel begegnen" von Mitch Albom

Nach dem mir beim Lesen in letzter Zeit eher wenige Sätze unter die Augen gekommen sind, die ich gern als Motto der Woche auserkoren hätte, hat mich dieser Satz doch gleich beim Lesen gefangen genommen. "Fremde, sind nur Familienmitglieder, die man noch kennenlernen muss." Ein Satz voller Vertrauen, Liebe und Hoffnung. Ein Satz von einem Autor, der mich schon immer mit seinen Worten zu verzaubern vermochte.

Fremde können zu Familienmitgliedern, zu den engsten Freunden werden, ich spreche da aus Erfahrung. Es gibt Menschen, die mir in den letzten Jahren begegnet sind, die mir zunächst vollkommen fremd waren und innerhalb kürzerer manchmal auch etwas längerer Zeit so ans Herz gewachsen sind, dass ich sie problemlos als meine Familie bezeichnen könnte. Menschen, die mir offen entgegen getreten sind, die mir ihr Herz geöffnet haben, die mich an ihrem Leben so eng haben teilhaben lassen und es noch tun, dass ich dafür jeden Tag dankbar bin. Es ist wundervoll, wenn die eigene "Familie" wächst, wenn man Menschen findet, die einem im Geist und in der Seele so verwandt erscheinen, dass man sich fragt, wo sie die ganze Zeit nur gesteckt haben. Vielleicht hat der ein oder andere schlechte Erfahrungen mit den Mitgliedern der eigenen Familie gemacht, um so wichtiger ist es dann, sich seine Familie Stück für Stück aus Menschen aufzubauen, die einem wohlgesonnen sind, die einen voller Tatendrang, voll Vertrauen und vollem Verständnis im Leben begleiten. Dazu müssen diese Menschen nicht jeden Tag vor Ort, ständig in unserer Nähe oder jeden Tag telefonisch erreichbar sein. Es reicht, dass man das Gefühl hat, dass man weiß, dass sie immer da sind, wenn man sie wirklich braucht. Dass sie einem zuhören, wenn man reden will, dass sie einen umarmen, wenn man das Gefühl hat, allein zu sein. Das zählt und sollte für jeden möglich sein. Jeder sollte Fremde zu Familienmitgliedern machen können, auch wenn es sehr oft etwas mehr Mut erfordert. Besonders wenn man bereits verletzt wurde, ist es wichtig erneut zu vertrauen und so vielleicht etwas Neues und etwas Schönes zu finden. Etwas, dass einen wieder an den Zauber des Lebens erinnert. Etwas, dass Fremde zu Familienmitgliedern macht!

Ich wünsche euch eine schöne neue Woche mit vielen fremden Begegnungen, die sich nach und nach festigen und so wichtig für euer Leben werden!

1 Kommentar:

  1. Tolles Motto! Das muss ich mir unbedingt notieren, denn das ist irgendwie auch ein Teil meiner Lebenseinstellung. Z.B denke ich da an meine Austauschschülerin, die ein halbes Jahr bei mir war und bei der ich ein halbes Jahr gelebt habe – auch wenn wir zur Zeit nicht sonderlich viel Kontakt haben, würde ich sie als meine Schwester bezeichnen. Am Anfang war sie nur eine Fremde für mich... :)

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Ich freu mich über euer Gezwitscher!