Donnerstag, 22. Januar 2015

KuckucksMord - Manuela Lewentz ❀ ❀ ❀ ❀

KuckucksMord
Manuela Lewentz
Gebundene Ausgabe
ISBN 978-3-784-43364-6
Preis: 20,00 €
Kriminalroman

Petra, ihres Zeichens Journalistin, hofft auf eine Schwangerschaft, trifft sich immer wieder gern mit ihren zwei Freundinnen und nimmt besonders ihre Recherchearbeit sehr ernst. Diesem guten Riecher für gute Storys hat sie es zu verdanken, dass sie einem Skandal in der kleinen Gemeinde, in der sie lebt, auf der Spur ist. Gemeinsam mit ihrem Vorgesetzen Achim findet sie heraus, dass im Kreiskrankenhaus vor Jahren Babys vertauscht worden sind. Petra und Achim befragen hierzu auch Menschen, die unmittelbar damit in Verbindung stehen könnten. Gerade als sie herausfinden, wer dahinter steckte, wird Achim bei einem Jagdausflug erschossen und Tage später von einer Spaziergängerin im Wald gefunden. Kommissarin Jil Augustin übernimmt die Ermittlungen. Gemeinsam mit Petra und ihren Freunden will sie zwischendurch auf einem Kreuzfahrtschiff etwas Ruhe vor ihrem Job finden. Doch genau dort, wird sie erneut von ihrer Arbeit eingeholt.

"KuckucksMord" ist bereits der dritte Fall der Protagonistin Jil Augustin aus der Feder der Autorin Manuela Lewentz. Dieser Teil ist in sich abgeschlossen und gut getrennt von den anderen lesbar. Auf einen klassischen Prolog und den abschliessenden Epilog verzichtet die Autorin und dies ist zweifelsfrei nicht zu ihrem Nachteil. Zu Beginn des Werkes findet der Leser eine Aufstellung der einzelnen Personen mit kurzen Angaben mit wem sie liiert sind oder dies gern sein würden. Diese Liste ist besonders für Leser wichtig, die die zwei vorangegangenen Werke von Manuela Lewentz nicht kennen. Die Autorin hat eine sehr eigene Schreibweise, die sich besonders durch einem saloppen, erzählerischen Sprachstil kennzeichnet. Dieser Stil strotzt weniger durch die direkte Rede als vielmehr durch eine multiperspektivische Erzählweise. Dem Leser werden so die Gedanken und Gefühle der einzelnen Personen bewusst und schneller nachvollziehbar. Leider könnte dies aber auch zu kleinen Verwirrungen bei ungeübten Lesern solcher Stile führen. Manuela Lewentz schafft es, den Plot die ganze Zeit am Laufen zu halten und eine gewisse Spannung aufzubauen und über die gesamte Lesezeit zu halten. Allerdings finden sich darin weniger direkte Bögen, sondern die Spannung bleibt durchweg konstant. Dies kann geübte Krimileser eventuell zu dem Resultat führen, dass die Ereignisse vor sich hinplätschern. Sehr gut verhält es sich hingegen mit der alles umfassenden Frage nach dem Mörder. Dieser dürfte auch für eingefleischte Krimifans nicht sofort erkennbar sein. Ab dem letzten Drittel schleichen sich dann aber so langsam gewisse Vorahnungen ein. Dennoch schafft es die Autorin vor allem mit ihren liebenswerten und kantigen Figuren die Leser zu überzeugen. Niemand unter den Mitwirkenden ist nahe zu perfekt, jede Person ist sehr menschlich gezeichnet. So kann sich der Leser mit mindestens einer dieser Figuren identifizieren, bzw. ihr Handeln gut nachvollziehen. "KuckucksMord" ist ein Kriminalroman mit klitzekleinen Schwächen, der trotzdem als sehr lesbar eingestuft werden sollte. Bleibt abzuwarten, welche Abgründe des menschlichen Handeln sich im nächsten Fall von Jil Augustin auf tun werden. 

Manuela Lewentz nimmt ihre Ideen zu ihren Romanen vor allem aus ihrem Umfeld. Gern sitzt sie im Straßencafé oder beobachtet ihre Mitmenschen beim normalen Gang durch den Supermarkt. Manuela ist ein optimistischer Mensch, der vor allem auch Kinder- und Jugendbücher schreibt. Sie ist aber nicht nur schriftstellerisch aktiv, sondern malt mit ihren positiven Gedanken auch kleine Gemälde. Derzeit arbeitet sie bereits am vierten Fall ihrer Kommissarin. 

Dieses Buch wurde mit freundlicherweise vom Verlag LangenMüller als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.


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