Montag, 10. November 2014

3. Dresdner Literaturmesse - Ein Sonntagsausflug

Am vergangenen Wochenende fand in Dresden die 3. Literaturmesse "Schriftgut" statt. Da diese Messe in den letzten beiden Jahren und leider auch in diesem Jahr nicht immer mit meinem außernestlichem Dienstplan einher geht, konnte ich gestern wenigstens noch ein bisschen Buchluft schnuppern. Gleich am Eingang wurden wir angesprochen, ob wir denn nicht an einer Schulstunde teilnehmen möchten, wie sie hätte um 1900 stattfinden können. Etwas unsicher, was uns denn nun erwarten würde, setzten wir uns vor Griffel und Schiefertafel und warteten, was jetzt geschehen würde. Der Lehrer kam, läutete die Glocke und schon waren wir mittendrin in der Schulstunde zu Zeiten des Kaisers. Das Ganze dauerte gut 15 Minuten statt der üblichen 45 Minuten Unterrichtszeit. Böse war darüber keiner, denn zeigte es doch, wie streng die Lehrer damals waren, welche Strafen die Schüler erwartete und wie gottesfromm der Unterricht ablief. 



Danach schlenderten wir gemächlich durch die Flure der Börse Dresden und kamen dabei an allerlei Handwerk rund ums Schreiben und Drucken vorbei. Kalligraphen zeigten ihr Können, genauso wie Papierschöpfer, Buchbinder und Schriftsetzer.




In einem der Flure stand eine Tafel, an der die Dresdner ihre Lieblingsbücher beschriftet auf gelben Zetteln hängen konnte. Selbstverständlich durfte da unsere gefiederte Lieblingslektüre nicht fehlen.



Einige Antiquariate waren ebenfalls vertreten und so konnte man neben neuen Büchern auch in ganz viel alten Lektüren stöbern. Wir waren standhaft und wollten nicht mit voll bepackten Tüten die Messe verlassen. Stattdessen lauschten wir kurz einer Lesung und waren dann mal kurz beim Mangazeichenkurs. Die Zeit war schnell um und die Vogelkinder wollten noch die angrenzende Spielemesse "Spielraum" besuchen, bei der es eine komplette Halle mit Tausenden von Legosteinen zum Bauen gab. Also kehrten wir der "Schriftgut" den Rücken und begaben uns ins Steingetümmel.


Die Vogelkinder bauten wie die Weltmeister an einem Häuschen nach dem anderen. Und ja, die Vogelmama hat es ihnen gleich getan und wenigstens noch ein blaues B für das Nestchen zustande gebracht. Dass diese spielerische Messe sich gleich an die Schriftgut anschloss, hatte zwei entscheidende Vorteile. Es gab nur einen Eintrittspreis und keine quengelichen Kinder, die hinter Buchinteressierten Eltern hertappten. ;) Die nächste Schriftgut werde ich dann hoffentlich auch mal an den beiden anderen Tagen erleben können.


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