Dienstag, 24. Juni 2014

"Das Vergleichen ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit."

Motto der Woche
Aphorismus von Søren Aabye Kierkegaard

Die letzten Wochen war es im Nestchen eher ruhig, was vor allem mit der Gesundheit des Buchgefieders zu tun hatte und noch hat. Da es nun aber jeden Tag etwas besser wird, fülle ich mein virtuelles Zuhause mal wieder mit einigen Gedanken, Meinungen und auch einem kreativem Moment. Doch zunächst widme ich mich dem Motto der Woche. 

Dieses stammt aus einem Zitate-Kalender, der auf meiner Brotarbeit hängt. Es hat mich sofort angesprochen, denn auch wenn ich es mir immer vornehme, so vergleiche ich doch hier und da Dinge, Menschen, Begebenheiten und ab und an meine Vogelkinder. Doch ist das gut? Nein, eigentlich nicht und normalerweise weiß ich das auch. Und dennoch ist es schwer, es ab und zu nicht doch zu tun. Wer hat nicht schon mal gedacht, warum sich der Nachbar immer die großen teuren Autos leisten kann und das eigene Gefährt schon über 10 Jahre alt ist? Warum hat ein ehemaliger Klassenkamerad einen besser bezahlten Job, obwohl man womöglich noch den gleichen Abschluss und den gleichen Beruf erlernt hat? Warum ist der Blog einer Freundin mehr besucht, als der eigene? Macht man etwas falsch? Warum hat der oder die mehr Freunde bzw. Kontakte als man selbst? Ist man ein schlechter Umgang? Alles Quatsch. Was schüren diese Fragen, das Vergleichen? Nichts, außer unsere Unzufriedenheit, unseren Unmut. All diese Fragen lähmen uns im Vorankommen, nicht mehr und nicht weniger. Lasst uns doch einfach glücklich sein, mit dem was wir haben. Dann ist es eben die alte Karosse, die trotzdem ihren Dienst tut und wahrscheinlich irgendwann ein Oldtimer ist. Dann verdient Person X eben mehr, muss dafür aber eventuell weiter auf Arbeit fahren, oder Überstunden machen oder, oder, oder. Meine Arbeit ist toll, ich arbeite in einem tollen Team und gehe mit einem Lächeln nach hause. Ich freue mich, wenn die Seiten diverser liebgewonnener Bloggerinnen mit ihren Seitenaufrufen in die Höhe schnellen, dafür habe ich vielleicht etwas, was man dort nicht finden kann und trotzdem noch genug liebenswerte Leser. Und was soll ich mit Hunderten von Kontakten, wenn ich die wenigen, die ich halte, ins Herz geschlossen habe, niemals vergessen will, mit Überraschungen beglücken und die auch mich mit einem Lächeln und ganz viel Herz versehen. Das ist Glück und genau das sollte reichen!!!

Søren Aabye Kierkegaard lebte im 19. Jahrhundert und war einer bedeutendsten Philosophen und Schriftsteller Dänemarks. Alle seine Werke ließ er ausnahmslos aus eigener Tasche bezahlen und drucken, so dass er von Verlagen vollkommen unabhängig war. Seine dichterischen Werke veröffentlichte er unter Pseudonym. Dies tat er vor allem, weil er sich als Person von den Inhalten dieser Schriften fern stellen wollte. Er war bis zum Tod immer der Meinung, dass man die Wahrheit nicht in Sätze fassen könne, sondern nur als Mensch in seinem eigenen Leben in seiner eigenen Zeit diese begreife.

Ich wünsche euch eine wundervolle neue Woche, die euch zufrieden und ohne Vergleiche sein lässt!!!


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Ich freu mich über euer Gezwitscher!