Mittwoch, 19. März 2014

Leipziger Buchmesse 2014 - Tag 2

Von netten Treffen, Zeichensprache der Native People und abendlicher Showeinlage


Mary Caesar und das Buchgefieder
Am zweiten Messetag kam das Junggefieder nur schwer aus den Federn, doch meinen Weckkünsten konnte sie nicht entkommen. So machten wir uns relativ pünktlich auf den Weg zur Messe und fanden sogar auf Anhieb einen tollen Parkplatz auf dem Pressegelände. Diesmal also ein viel besserer Start als einen Tag zuvor. Wir mussten uns allerdings etwas beeilen, denn gleich 10:30 Uhr wollten wir beim TraumFängerverlag Kerstin Groeper und Mary Caesar und ihren Indianischen Märchen lauschen. Gleichzeitig wollten wir gern etwas von der Zeichensprache der Native People lernen. Wie erwartet, war die Zeit sehr schön und viel zu schnell um. Mary Caesar vom Stamm der Kaska, kam extra aus Kanada auf die Leipziger Buchmesse und war auch gern zu einem kurzen Gespräch bereit. In diesen kurzen Minuten habe ich einen warmherzigen und fröhlichen Menschen kennengelernt und das obwohl sie in ihrem Leben schon so einige an negativen Erfahrungen machen musste. Sie freute sich sehr über unser Interesse und war auch für ein Foto zu gewinnen. Im Gegenzug hat sie noch ein Foto vom Junggefieder und mir gemacht.

Kerstin Groeper in Aktion
Diese Begegnung sollte allerdings nicht die einzige sein, die mich an diesem Tag wirklich mit einem guten Gefühl weiter laufen ließ. Denn gleich im Anschluss lauschten wir der Lesung meiner Lieblingsautorin Kerstin Groeper zu ihrem neuen Roman "Der scharlachrote Pfad". Sie freute sich über unsere Anwesenheit und begann die Lesung mit einem kurzen Gesang auf Lakota. Ihre Lesungen sind immer wieder eine Wohltat für die Zuhörer und so verging auch diese Zeit viel schneller als ich wollte.

Danach knurrte der Magen und wir machten uns auf, etwas Essbares zu finden. An diesem Tag waren es ein Hotdog für das Junggefieder und ein Crêpes für mich. Viel Zeit blieb leider nicht zum Bummeln durch die Messehallen, denn schon mussten wir uns in Richtung Congress Centrum aufmachen. Leander und Charlotte luden zum Ironbuchblogger-Treffen. Etwas wackelig vor Aufregung wurden wir in den kleinen Seminarraum geschoben und trafen gleich auf die liebe Franziska. Wir kennen uns schon länger, aber leider nur via Internet und so habe ich mich sehr gefreut, sie
Ironbuchblogger unter sich
endlich mal in natura sehen zu können. Auch Sandra quetschte sich noch mit in den Raum, der mit seinen ca. 35 Insassen ziemlich eng wurde. Aber, die Nervosität verflog, als wir uns vorstellten und der Präsentation von LitVideo lauschten. Leander kam leider später und war auch relativ schnell wieder verschwunden. Termine! Aber wir haben uns auch so gut miteinander unterhalten.

Nach diesem ersten großen Treffen konnte ich erst einmal die liebe Sonja wieder einsammeln und mit ihr gemeinsam in Richtung Randomhouse zum nächsten großen Treffen schlendern. Randomhouse hatte im Vorfeld schon zum Bloggertreffen geladen und viele sind diesem Aufruf gefolgt. Allerdings waren auch "normale" Messebesucher am
Randomhouse
Stand unterwegs und wirken etwas geschockt über die bunte Schar. Ich wurde sogar gleich mal als Verlagsmitarbeiterin nach einem Titel gefragt und musste schmunzelnd an eine Mitarbeiterin mit rosa Button verweisen. Die Autoren hatten grüne Button, allerdings nicht mit ihrem Namen drauf. So war es für einige von uns etwas schwer, die Autoren auch gleich richtig zu benennen, schließlich wollte man nicht ins erste Fettnäpfchen des Tages treten. Wir haben uns dann vorwiegend mit einer netten Verlagsmitarbeiterin unterhalten, die unsere Arbeit lobte und sehr schätzte, was wir für den Verlag tun. Auf diesem Treffen sind wir dann auch wieder Sandra und Julia begegnet. Außerdem hatten wir noch einen kurzen Plausch mit Bianca und Arndt, Kerstin sowie mit Cornelia.

Als dieses bunte Treiben sein Ende fand, waren wir irgendwie total platt. Wir drei hatten uns allerdings schon einige Tage zuvor ausgemacht, noch in Leipzig Essen zu gehen. Was wir dann selbstverständlich noch getan haben. Einen freien Tisch fanden wir im Brauhaus an der Thomaskirche und waren begeistert. Das Essen war super lecker, die Preise moderat und eine kleine Showeinlage gabs auch. Denn als uns unser Essen serviert wurde, standen
Lecker Dessert
plötzlich zwei zünftige Gesellen im Gastraum. Einer der beiden stampfte mit seinem Stenz (Wanderstab) mehrmals auf den Boden, um dann mit einer längeren Rede auf die Wanderjahre hinzuweisen. Ich persönlich finde diese Tradition wirklich unterstützenswert und habe nach Beendigung der Ansprache dem anderen gern einen kleinen Obolus in den Hut geworfen. An dieser Stelle auch noch mal ein großes Kompliment an den Gastwirt und an die beiden Gesellen, da ist eine gehörige Portion Mut von Nöten. Wenn man aber bedenkt, dass diese Wanderjahre nur zu Fuß oder per Anhalter zum Vorankommen genutzt werden dürfen, dann sollte man diese Gesellen doch versuchen zu unterstützen. Dies haben auch alle Anwesenden Gäste gern getan, keiner hat sich in irgendeiner Art belästigt gefühlt. Das verhinderte allerdings auch der Charme der beiden Gesellen. Nach dem das Junggefieder noch ein "kleines" Dessert verputzt hatte. Sonja und ich natürlich auch...machten wir uns wieder auf dem Weg in unsere Betten.

Voller wunderbarer Erlebnisse war dieser zweite Tag und die Aufregung und Vorfreude auf den dritten Messetag wuchs von Minute zu Minute.

Kommentare:

  1. Guten Morgen :D

    Da hattet ihr einen erfolgreichen Freitag. Zu den Blogger-Treffen war ich leider nicht gewesen. Ein iron-Buchblogger bin ich ohnehin nicht und von dem Randomhouse-Blogger-Treffen wusste ich nichts. Das war sicherlich nur für eingeladene Blogger oder?

    Das Essen klingt auch richtig gut. Da wäre ich gern dabei gewesen, vor allem bei dem Eis. Zum Glück steht der Sommer vor der Tür :D

    Es freut mich, dass dein zweiter Messetag so schön war <3 Ich werde mich heute oder morgen auch an meine Berichte setzen. Es gibt sooo viel zu erzählen!

    Liebste Grüße,
    Diana

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    1. Oh, liebe Diana, dann bin ich jetzt schon sehr gespannt, was ich bei dir dann so alles lesen kann. Randomhouse hatte Mails an die Blogger geschickt und gebeten, dass man sich bis zu einem bestimmten Datum anmelden kann. Doof, dass du da nicht dabei warst. Vielleicht hätten wir dort ja ein Foto hinbekommen. Das holen wir auf jeden Fall nach!!! ♥

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  2. Schöner Bericht ;) Ich wäre auch so gerne dabei gewesen, vor allem bei dem Buchblogger-Treffen aber Leipzig ist einfach zu weit :( Hoffentlich schaffe ich es auf die FBM!
    Liebe Grüße,
    Ebru

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    1. Liebe Ebru, dankeschöne und das wäre natürlich total klasse, wenn du nach Frankfurt kommen würdest. Ich habe vor zwei Tagen die Zusage meiner Übernachtungsmöglichkeit bekommen, also ich bin daaaaa! ;)
      Ganz liebe Grüße
      Karin

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  3. Hey Karin!
    Das hört sich nach einem tollen und erfolgreichen Messetag an.
    Die Lesungen hören sich richtig gut an und die Autorinnen sind scheinbar sehr nett und kommunikativ. Die Bücher muss ich mir mal angucken...
    Das Ironbloggertreff hört sich an, als ob ihr alle in eine kleine "Sadinenbüchse" gesteckt wurdet ;o). Aber es ist immer toll, wenn man so viele Leute trifft, die man sonst eigentlich nicht oder nur digetal kennt.
    Auch das Bloggertreffen beim Verlag hört sich toll an. Lustig, dass die Leute dich als Verlagsmitarbeiterin angesehen haben. Oh je, ich hätte auch Probleme die Autoren ohne Namensschild oder Anküdigung usw. zuzuordnen, wenn es nicht gerade einer meiner Lieblingsautoren ist.
    Ich kann mir gut vorstellen, wie anstrengend der Tag war, aber das Essen und der Nachtisch hören sich lecker an. Und auch die Begegnung mit den Gesellen ist eine tolle Erfahrung.
    Liebe Grüße
    Sandra

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    1. Hallo liebe Sandra,
      Sardinenbüchse wäre vielleicht doch ein bisschen übertrieben, aber in Frankfurt letztes Jahr waren nur 5 Ironbuchblogger beim Treffen und da haben Leander und Charlotte in Leipzig jetzt einfach nicht mit ca. 35 Ironbuchbloggern gerechnet. Wir habens überlebt... ;)
      Ganz liebe Grüße
      Karin

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Ich freu mich über euer Gezwitscher!