Freitag, 29. November 2013

Der schwarze Prinz - Ivo Pala ❀ ❀ ❀ ❀ ❀

Der schwarze Prinz
Elbenthal-Saga Teil 2
Ivo Pala
Gebundene Ausgabe
ISBN  978-3-737-36241-2
Preis: 19,99 €

Gastrezension von Lesebienchen 

Endlich ist er da, der zweite Band! Endlich kann man wieder unterhalb Dresdens abtauchen und die Geschichte Elbenthals und Svenyas weiterverfolgen. 


Svenya hat ihr Schicksal als Hüterin Midgards angenommen, mit allen Bedingungen und Konsequenzen. Sie gehört nun zu den Lichtelben, hat eine Heimat und ein Zuhause, doch sie darf nicht nach ihrer Herkunft fragen, darf nicht erfahren, wer sie ist. Mit diesem Schicksal muss sie leben. Doch sehr viel Zeit, über verbotene Fragen nachzudenken, hat sie nicht, denn schon droht Midgard und Elbenthal ein neues Unheil. Nachdem Laurin vergeblich versucht hatte, ein Tor mithilfe Svenyas nach Alfheim zu öffnen, scheint er nun einen andern Weg gefunden zu haben. Es existieren fünf geheimnisvolle und mächtige Schwerter, überall auf der Welt verteilt. Bringt man nun alle Schwerter in seine Gewalt, ist man in der Lage, ein Tor zwischen den Welten öffnen. Der Weg für die Dunkelelben wäre frei und die Welt der Menschen würde untergehen. Drei der Schwerter scheinen schon in Laurins Besitz zu sein und Svenya muss sich beeilen, um die beiden übrigen vor ihm zu bewahren. Sie begibt sich auf eine gefahrvolle Reise und begegnet dabei einem Gegner, der nicht nur mächtiger ist als alle zuvor, sondern auch seltsam vertraut.

Nahtlos knüpft „Der schwarze Prinz“ an den Vorgänger an und bereits nach den ersten Sätzen ist man wieder im vertrauten Elbenthal angekommen und kann sich ganz der fantastischen Welt hingeben. Man freut sich auf die Begegnung mit alten Bekannten wie Svenya, Alberich, Laurin oder auch Oegis. In gekonnt meisterhafter Erzählmanier zieht Ivo Pala schnell den Leser in diese dramatische und ereignisreiche Geschichte. Man ist sofort wieder in wunderbaren Doppelwelt verhaftet und kann atemlos die Entwicklungen und auch die kleinen romantischen Verwicklungen der Protagonisten verfolgen.

Meist ist es für den Mittelteil einer Trilogie schwierig, als etwas Eigenständiges und nicht nur als „Lückenbüßer“ vor dem großen Showdown im letzten Band wahrgenommen zu werden. Dieses Gefühl kommt jedoch bei diesem Roman nicht auf, denn Ivo Pala verbindet eine mehr als spannende Geschichte um die fünf Schicksalsschwerter mit zwei sehr gekonnten Kunstgriffen.

Zum einen führt er den Leser auf der Reise Svenyas tief in die Mythologie ein. In einem langen epischen Kapitel wird die Entstehungsgeschichte der neun Welten, der Werdegang Alberichs, das Schicksal Siegfrieds und der Elben behandelt. Hier offenbart sich einmal mehr Ivo Palas fundiertes Wissen und seine innovative Literarisierung alter Helden- und Göttersagen. Als Leser kann man da nur staunend und atemlos über die Seiten fliegen und den alten Geschichten lauschen.

Zum anderen lässt Pala in beinahe jedem Kapitel des Romans Svenyas geheimnisvolle Vergangenheit anklingen. Sie begegnet mächtigen Wesen, die sie kennen, hat Visionen von sich auf einem Thron, umgeben von Lebenden oder Toten. sieht sich zusammen mit Laurin und Hagen. Die Neugierde Svenyas und des Lesers wachsen dabei ins Unendliche. Zu gerne möchte man dieses Rätsel lösen, das große Geheimnis lüften.

Doch leider werden wir uns da noch eine Weile gedulden müssen, zumal das Ende dieses Romans mit einem Cliffhanger sondergleichen aufwartet, der der Geschichte eine ganz andere Wendung gibt und die Frage nach Svenyas Herkunft erst einmal in den Hintergrund rückt.

„Der schwarze Prinz“ ist eine gekonnte Fortsetzung der „Hüterin Midgards“. Nahtlos fügt Ivo Pala beide Teile zu einem spannungsgeladenen Ganzen zusammen, das nun unaufhaltsam auf seinen Höhepunkt: „Die eisige Göttin“ zusteuert, welche im März 2014 erscheinen wird. Es ist also nur noch eine kurze Weile und wir werden wieder in Elbenthal sein und Svenya und ihre Freunde wiedersehen.



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