Dienstag, 18. Juni 2013

Fliegender Stern - Ursula Wölfel ♣ ♣ ♣ ♣

Carlsen Verlag - ISBN 978-3-551-35657-4
Taschenbuch - Preis: 4,99 €
Kinderbuch ab 8 Jahren (Verlag)

"Fliegender Stern" möchte endlich zu den großen Jungen seines Stammes gehören. Immer muss er sich gedulden, darf nichts, was sein großer Bruder darf. Er möchte im See schwimmen, angeln gehen, reiten und ein eigenes Pferd haben. Er würde auch so gern mit zur Büffeljagd gehen. Doch die Büffel sind verschwunden. Immer öfter kehren die Jäger ohne Beute zurück. Dem ganzen Stamm droht Hunger und Krankheit im kommenden Winter. Wenn Fliegender Stern fragt, warum die Büffel fort sind, bekommt er immer dieselbe Antwort. Seit die Weißen das Land für sich einnehmen, werden immer weniger Büffel gesehen. Dabei muss man den Weißen vielleicht nur sagen, dass sie wieder nach hause gehen sollen. Dann kommen bestimmt auch die Büffelherden zurück. Fliegender Stern macht sich gemeinsam mit seinem Freund auf den Weg zu den Weißen. Denn er möchte nicht, dass die Erwachsenen seines Stammes traurig sind und vor allem möchte er im Winter nicht hungern.
 
"Fliegender Stern" ist ein Kinderbuch, welche schon länger auch als Schullektüre gilt. Die Altersempfehlung ab 8 Jahren ist gut gewählt, wobei diese Geschichte auch für Kinder ab 6 Jahren geeignet ist. Die kurzen Sätze sind leicht verständlich und der Fluss der Geschichte für ältere Kinder vielleicht schon etwas uninteressant. Das Thema "Indianer" wird gut angeschnitten, wobei es hier und da Lücken oder gar Fehler gibt. Besonders wenn man sich mit der Thematik schon länger beschäftigt, fällt dies auf. Allerdings sollte man bedenken, dass Ursula Wölfel diese Geschichte bereits vor 54 Jahren geschrieben hat. Der Protagonist ist ein ganz normaler Junge, der wie andere Jungen in seinem Alter, nicht mehr klein sein will. Er möchte nicht ständig hören, dass er manche Dinge noch nicht versteht. Gerade hier werden sich die kleinen Leser wiedererkennen. Die Geschichte handelt von Mut, Vertrauen und Freundschaft. Sie beschreibt den Umgang miteinander, den Glauben an die eigenen Stärken und das Aufzeigen der eigenen Schwächen. Es zeigt, dass der Zusammenhalt der Familie wichtig ist und das auch außerhalb des Themas "Ureinwohner Nordamerikas". Das Leben der Indianer wird gut beschrieben und ist, trotz kleiner Fehler, für Kinder lesenswert. Es ist ein guter Beginn um sich dem Leben der Native People als kleiner Leser zu nähern. Ursula Wölfel hat bereits mehr als 30 Kinderbücher geschrieben und begeistert auch heute noch mit ihren Geschichten. Sie ist eine Autorin, die einfühlsam schreibt und ihre Protagonisten nicht mit Stärken agieren lässt, die beinah fantastisch anmuten. Sie versteht es einfach und klar zu schreiben und gewinnt so das Herz der kleinen Leser. Dieses Jahr wird Ursula Wölfel 91 Jahre alt.

1 Kommentar:

  1. Das klingt wirklich ganz süß.
    Wenn meine Schwester nicht erst jetzt in die Schule kommen würde, dann wäre das mit Sicherheit ein Buch das ich ihr kaufen würde.
    Allerdings reagiert sie neuerdings allergisch wenn man ihr Bücher schenkt die man ihr vorlesen müsste, weil sie ja endlich selbst lesen möchte. Von daher dürfte ich mit diesem Buch noch warten. Aber es klingt wirklich ganz toll.

    Liebe Grüße
    Chrissi

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Ich freu mich über euer Gezwitscher!