Sonntag, 5. Februar 2017

Messebesuch - Gewinn oder Geldverschwendung? - Blogparade


Die liebe Vera hat auf ihrem Blog überlegt, warum genau ein Messebesuch der Leipziger Buchmesse ein Gewinn oder eben auch Geldverschwendung sein kann. Dazu hat sie sich gleich eine Blogparade ausgedacht, bei der ich gern ein paar meiner Gedanken einfließen lassen möchte.

Die Leipziger Buchmesse ist für mich seit Jahren ein Ort, an dem ich mich gern aufhalte. Als ich noch nicht gebloggt habe, war ich im Höchstfall zwei Tage dort. Doch seit ich die Luft der großen weiten Buchbloggerwelt geschnuppert habe, bin ich die komplette Messezeit in den Hallen zu finden. Vier Tage! Was machst du denn vier Tage auf der Leipziger Buchmesse? Die Frage dürfte einigen bekannt vorkommen.



Donnerstag, 2. Februar 2017

Flugspuren im Januar


Zu Beginn des Jahres gab es leider keine Flugspuren von mir, was ganz sicher nicht an euren Beiträgen lag, sondern eher meiner vollkommenen Verplantheit geschuldet ist. Noch immer habe ich das Gefühl, dass mir das Jahr schon wieder durch die Finger gleitet. Schließlich haben wir den ersten Monat des neuen Jahres bereits verabschiedet. Kinders, wie die Zeit vergeht! Momentan stecke ich bereits voll in der Planung meiner ganz persönlichen Leipziger Buchmesse und fiebere schon ein wenig dem Programm entgegen. Doch bevor ich euch jetzt weiter vollkommen zuzwitschere, werde ich euch zeigen, was ich im Januar auf anderen Blogs gern gelesen habe.



Dienstag, 31. Januar 2017

Der Palio des toten Politikers - Kerstin Groeper - Guiseppe Bruno

Er spürt, die Anspannung des Pferdes und seines Reiters. Sieg! Nichts anderes zählt. Sie müssen siegen beim Palio in Siena. Alles andere ist nicht akzeptabel. Eine schlechte Startposition. Pferd und Reiter müssen sich anstrengen, wenn sie der Contrada zu Ruhm und Ehre verhelfen wollen! Alles ist jetzt angespannt, für einen kurzen Moment vergisst er, dass er Kommisar ist und einen Mordfall aufzuklären hat. Start! In wenigen Minuten wird es sich entscheiden! Freudenfest oder Trauerspiel? Laut brüllt er seine Anspannung hinaus, wie so viele andere Menschen auf dem Platz...


Sonntag, 22. Januar 2017

Herr Graureiher von Gegenüber


Liegt bei euch auch noch Schnee? Um das Nestchen herum ist es nach wie vor herrlich weiß. Nur auf den Straßen nicht, was ich im Übrigen sehr schön finde, denn die Buchgefieder-Familie ist vornehm und fliegt nicht mehr selbst, benutzt lieber vier Räder.

Über den Winter könnte man nun positive oder negative Dinge berichten. Diskussionen führen, sich ärgern, den Sommer herbei sehnen. Fakt ist, das Wetter und die Jahreszeiten können wir nicht beeinflussen und das ist gut so. Wir können aber die schönen Momente in den jeweiligen Monaten sehen. Und ich habe was gesehen. Etwas Großes, beinah stattlich Majestätisches. Einen Graureiher im Baum gegenüber unseres Nistplatzes.


So richtig glücklich sieht er zwar auch nicht aus, was man angesichts der Fusskälte durchaus nachvollziehen kann. Dennoch ein herrliches, geflügeltes Tierchen, oder? So ein Graureiher kann bis ca. 1 Meter groß werden. Also das perfekte Motiv für meinen Herrn EOS. Wie bereits in der letzten Woche wollten wir Kormorane fotografieren, die sich immer wieder in Gruppen im Geäst in der Nähe einfinden. Da flog uns Herr Reiher durchs Bild und schon war Herr EOS Feuer und Flamme. Mit etwas Geduld harrten wir im Schnee aus, als sich Herr Reiher endlich niederließ. Und zack, wurde fotografiert, was die Finger hergaben. Manchmal vergisst man ganz schnell, dass einem eigentlich sehr kalt ist...


Montag, 9. Januar 2017

Ein letztes Zeichen der Menschlichkeit...


...könnte Barack Obama, der noch amtierende Präsident der Vereinigten Staaten, als letzte Amtshandlung setzen, bevor Donald Trump am 20. Januar 2017 vereidigt wird. Dafür reicht es aus, eine Begnadigung auszusprechen. Eine Begnadigung für einen Mann, der seit mehr als 40 Jahren in einem Hochsicherheitsgefängnis sitzt.

Doch warum sollte dieser Mann begnadigt werden? Zum einen, weil er nie einen fairen Prozess hatte. Er wurde verurteilt für den Tod zweier Bundesagenten zu zweimal lebenslänglicher Haft. Es wurden während der Ermittlungen und während des Prozesses nachweislich Beweise gefälscht, Zeugenaussagen erzwungen. Anwälte haben gelogen. Das FBI brauchte einen Sündenbock und fand ihn in Leonard Peltier, einem Aktivisten des American Indian Movements. Einem Mann, der heute gezeichnet ist von 40 Jahren hinter Gittern und das ohne wirklich ausreichende medizinische Versorgung, ohne Nähe zu seiner Familie, die ca. 3000 Kilometer entfernt, der Turtle Mountain Band of Chippewa angehört, wie auch Peltier selbst.

Leonard Peltier hat den Status eines Schwerstkriminellen. Er sitzt im Hochsicherheitsgefängnis Coleman in Florida. Er ist 72 Jahre alt, leidet an Diabetes und an einem Abdominalen Aortenaneurysma, das jederzeit durchbrechen kann. Er benötigt dringend ärztliche Hilfe und vor allem eine Operation, die ihm helfen, ihm aber derzeit nach wie vor verwehrt wird.

Barack Obama könnte ein Zeichen setzen. Er braucht dazu nur ein letztes Mal sein Amt mit Mut und Ehre auszuführen und Leonard Peltier begnadigen, auch wenn es ausreichend Gegenstimmen gibt. Leonard Peltier ist trotz seines Status ein Vorzeigehäftling. Er hat sich in den Jahren seiner Gefangenschaft einen Namen als Maler gemacht und spendete einige seiner Bilder wohltätigen Einrichtungen und Veranstaltungen um so Geld zu sammeln. Er ist trotz seiner Verurteilung und dem daraus wenig "schönen" Umgang der Justiz ein Mann mit Visionen. Leonard Peltier hat so viele Menschen unterschiedlicher Stämme friedlich zusammen gebracht. Er setzt sich für Humanität ein. Wäre es da nicht nur gerecht, ihm selbst Humanität zu teil werden zu lassen?

(c) whoisleonardpeltier.info

Leider gibt es keine aktuellen Bilder, die diesen gezeichneten Mann zeigen, da er bereits seit Jahren keinen Besuch mehr empfangen darf. Leonard Peltier ist keine Gefahr! Er ist ein Aktivist, sicher, aber er ist 72 Jahre alt und hat 40 Jahre in Hochsicherheitsgefängnissen verbracht, ohne das seine Schuld zweifelsfrei bewiesen wurde. Er braucht dringend ärztliche Hilfe. Er spendet seine Kunstwerke humanitären Einrichtungen. Glauben die Menschen in den USA wirklich, dass er ihnen gefährlich werden kann, wenn er jetzt einen Fuss in Freiheit setzen würde. Wenn er einfach wieder nach hause gehen könnte?

Ich kann in diesem Post nicht alle Fakten aufzählen, die mich dazu gebracht haben, dass ich seit letztem Frühjahr immer wieder auf Twitter oder Facebook um Gerechtigkeit bitte. Ja, hier aus Deutschland. Barack Obama ist noch ca. 11 Tage im Amt und nur er hat es in der Hand, dass Leonard Peltier nicht aus dem Gefängnis getragen wird, leblos. Er kann ihm Menschlichkeit schenken und ihm so den Weg nach Hause öffnen.

Mehr über den Fall Leonard Peltier erfahrt ihr hier und hier.


Ich werde die letzten verbleibenden Tage bis zum Amtsantritt des neuen Präsidenten vor allem vermehrt auf Twitter weiterkämpfen, nachdem ich bereits einen Brief geschickt und Petitionen unterschrieben habe. Barack Obama ist unter @POTUS bis zum 19. Januar als Präsident und mit seinem Account @BarackObama auf Twitter zu erreichen.

Vielleicht habt ihr einen Twitteraccount und unterstützt mich beim Twittern des unten stehenden Tweets (einfach kopieren). Jeder Tweet könnte derjenige sein, der Barack Obama davon überzeugt, dass er in erster Linie ein Mensch ist und das er sich gegen die stellt, die Leonard Peltier im Gefängnis sterben sehen wollen!

Please @Potus @BarackObama be a human! Let him go home! #FreeLeonardPeltier #LeonardPeltier